

| menschundtier ist
Partner der Landesgruppe
Niederösterreich
des Österreichischen
Retrieverclubs. Nähere Infos und die aktuellen Termine für Trainings und Kursstunden der gesamten Landesgruppe NÖ sind unter www.labrador-retriever.at zu finden. Martin trainiert dort die Gruppen der Junghunde und Retriever-Anfänger und hilft mit Rat und Tat, wenn Schwierigkeiten im Training nicht in der Gruppe gelöst werden können. Auch im Weinviertel gibt es die Möglichkeit zum rassegerechten Training:
Für Dummytraining-Interessenten aus dem Großraum Korneuburg und Mödling organisiert menschundtier gerne dem Niveau entsprechende Trainingseinheiten. Alle Retriever-Rassen – Labrador, Golden, Flat Coated, Chesapeake Bay, Nova Scotia Duck Tolling und Curly Coated Retriever - sind Jagdhunde, die nach dem Schuss Hasen und Federwild finden und zum Jäger zurückbringen sollen. Um ihre Aufgabe gut erfüllen zu können, müssen diese Hunde sehr gehorsam sein, ruhig (steady) neben dem Jäger sitzen, gerne schwimmen, eine ausgezeichnete Nase und ein offenes, freundliches Wesen haben und sich vom Hundeführer auch auf große Entfernungen leiten lassen. Nun ist nicht jeder Besitzer eines Goldens oder eines Labis ein Jäger
oder hat mit der Jägerei etwas am Hut. Seinen Hund so auszubilden,
als wäre es ein aktiver Jagdhund, macht aber schon Sinn. Nur ein guter (d.h. gut erzogener) Jagdhund ist auch ein guter Familienhund - weil er seiner Veranlagung entsprechend beschäftigt wird und daher ausgelastet und ausgeglichen ist. Es ist einfach schön, interessant und spannend, seinem Hund rassegerechte Arbeit zu bieten, zusammen etwas zu erleben, neue Aufgaben zu erfinden und zu trainieren und vielleicht bei Workingtests oder ähnlichen Veranstaltungen zu schauen, ob man die gestellten Aufgaben erfüllen kann. Als Alternative zur Jagd trainieren wir mit Dummys. Das sind normalerweise 500 Gramm schwere Stoffsäcke, die mit Sand oder Granulat gefüllt sind. Dummyarbeit kann und soll - wie auch die allgemeine Grunderziehung - schon mit dem 8 Wochen alten Welpen beginnen, gleich wenn ich ihn vom Züchter abgeholt habe. Wie in der Medizin gilt: Vorbeugen ist besser als heilen! Ein paar Tipps, damit die angeborene Apportierfreude eines Retrievers erhalten bleibt und von klein an gefördert wird: • Gegenstände (Socken, Bälle, Fetzen, Hundespielzeug, Knochen), die mir der Hund bringt, nie gleich aus dem Maul nehmen – zuerst immer den Hund loben und streicheln. Der Hund darf (ungefährliche) Sachen ruhig eine Zeit herumtragen und behalten. Denn wenn ich ihm immer alles sofort wegnehme, bringt er mir bald nichts mehr. Das zu mir Kommen soll immer angenehm für den Hund sein und der Apportiertrieb gefördert werden – daher das Streicheln und Loben. Auch für ekelerregende (Menschenkot,...) oder gefährliche (Glasscherben,...) Dinge, die der Hund apportiert, wird ausgiebigst gelobt, wenn er sie in die Hand ausgibt, denn nur so kann ich sicherstellen, dass mir mein Begleiter immer alles, was er findet, zeigt und freiwillig ausgibt. • Der Hund soll die Dinge, die er im Maul trägt, auf mein Kommando auslassen – ich sage beim Auslassen „danke“, weil es ein freundliches Wort ist und ich mich auch bei Menschen, die mir etwas geben, bedanke. Wenn der Hund etwas nicht hergeben will, nehme ich es ihm nicht weg, sondern biete einen Tausch an, weil ich natürlich die noch viel bessere Sache (tolles Leckerli oder mindestens gleichwertiges Spielzeug) in der Hand habe. • Keine Äste werfen! Beim Laufen kann sich der Ast in den Rachen spießen und böse Verletzungen hervorrufen. Das Holz kann sich zwischen die Zähne und verschluckte Splitter durch den Magen oder Darm bohren. Wenn ich etwas werfe, dann Bälle, Dummys, Hundeseile,... – die Auswahl im Zoofachhandel ist riesig. • Wenn Sie ein Dummy oder einen Ball geworfen haben, darf der Hund erst auf Ihr Zeichen losstürmen – vorher sitzt er angeleint neben Ihnen. Durch das Warten lernt er Selbstkontrolle. Zwischendurch ist es gut, immer wieder mal selber den Ball zu holen und den Hund dabei zusehen zu lassen, damit er lernt, dass nicht alles für ihn bestimmt ist und er trotzdem dabei ruhig bleiben kann. • Wenn Ihr Hund mit Apporteln nicht zu Ihnen zurückkommt, laufen Sie dem Hund nicht nach – Davonlaufen wird sonst ein lustiges Spiel für den Hund. Gehen Sie stattdessen weg vom Hund und beenden das Spiel. • Die Regeln dieses Spiels sind ganz einfach: Mensch wirft/versteckt etwas, Hund wartet auf das Zeichen, Hund sucht den Gegenstand, Hund bringt den Gegenstand zum Menschen, Hund gibt dem Menschen den Gegenstand, Mensch wirft/versteckt Gegenstand usw. • Wenn der Hund sich nicht an die Regeln des Spiels hält – nicht auf das Kommando wartet, nicht zurück kommt, nicht den Fang öffnet –, gibt es auch kein Spiel, d.h. eine Auszeit ohne Belohnung. Die jeweilige Landesgruppe des Österreichischen Retrieverclubs in Ihrer Nähe steht Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Außerdem können wir Ihnen für den Dummy-Übungsaufbau das Buch „Die Kosmos-Retrieverschule“ sehr ans Herz legen! Wer keinen Trainer in direkter Nähe hat, kann sich sehr viele Übungen aus diesem Buch abschauen. Weiters möchten wir Sie einladen, einmal bei einem Workingtest zuzuschauen (Termine unter www.retrieverclub.at). Sie werden beeindruckt sein, wie viel Potenzial in einem Retriever steckt – gerade in den bekanntesten und beliebtesten Rassen der Goldens und Labis, die heute eigentlich hauptsächlich als Familienhunde leben. |










