Mensch und Tier
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Österreichischer Retrieverclub Landesgruppe NÖ
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Hundeverhalten
•Allgemein •Calming Signals •Drohgebärden •Stress
Drohgebärden

Dienen dazu, dem anderen Hund zu zeigen, dass kein Kontakt erwünscht ist.

10 Aggressionsstufen:

1. Bloße Anwesenheit eines anderen Hundes

2. Annäherung (schnell oder langsam)

3. Augenkontakt (durch Unterbrechen des Augenkontaktes, kann man weitere Aggression verhindern – splitten!)

4. Veränderung der Ohren-, Rutenhaltung und Gesichtsmimik (Ohren werden nach vorne gerichtet, Schweif geht nach oben, der Blick fixiert das Gegenüber, die Haare werden aufgestellt)

5. Veränderung der Körperhaltung (Das Gewicht verlagert sich nach vorne, die Muskulatur wird angespannt, die Bewegungen werden steif und langsam)

6. Lautgebung wie Knurren oder Bellen (Dies sind klare Distanz fordernde Signale)

7. Zähne zeigen (Hier unterscheidet man zwischen dem Blecken der vorderen Zahnreihe bis zu den Reißzähnen – sicheres Drohen und dem Zeigen aller Zähne mit weit nach hinten gezogenen Lefzen – unsicheres Drohen)

8. Annäherung mit Körperkontakt (schnell oder langsam)

9. Schnappen, Scheinangriff ohne Verletzungsfolge (Beißhemmung!)

10. Beißen durch die Haut – Blut fließt aus der Fleischwunde (nicht verwechseln mit einem oberflächlichen Kratzer durch den Hundezahn) – ungehemmter Angriff

Wie sich die Sache entwickelt, hängt vom jeweiligen Gegenüber ab. Zeigt der Kontrahent Beruhigungssignale, wird sich die Situation entspannen, reagiert das Gegenüber auch mit Drohgebärden, werden die jeweils nächsten Aggressionsstufen durchlaufen.
Der Ablauf dieser gesamten Aggressionskaskade kann sehr langsam, aber auch ungeheuer schnell ablaufen.

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