Mensch und Tier
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Österreichischer Retrieverclub Landesgruppe NÖ
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Hundeverhalten
•Allgemein •Calming Signals •Drohgebärden •Stress
Kommunikationssystem der Hunde

Wölfe und Hunde haben als soziale Rudel- und Raubtiere Signale, um Konflikte unblutig zu beenden und lebensbedrohliche Verletzungen zu vermeiden.

Eine Gruppe sind die Beruhigungssignale (Calming Signals - CS), die signalisieren, dass vorsichtiger Kontakt erwünscht ist.
Die zweite Gruppe sind die Drohgebärden. Sie zeigen dem anderen Hund, dass kein Kontakt erwünscht ist.

Die Fähigkeit zur körpersprachlichen Kommunikation ist genetisch fixiert. Alle Hunderassen verwenden die gleichen Beruhigungs- und auch Drohsignale, wenngleich einige Rassen aufgrund ihres gezüchteten oder verstümmelten Körperbaus (überlange Haare, Stummelrute, kupierte Ohren,...) nur noch eingeschränkt dazu in der Lage sind. Das größte körpersprachliche Repertoire haben die nordischen Hunde wie Husky und Malamute.

Junge Hunde lernen im Umgang mit Artgenossen, diese Signale richtig zu verwenden und werden so in der Regel zu sozial verträglichen erwachsenen Hunden. Auch wenn der Mensch diese Signale zeigt, werden sie von den Tieren verstanden. Manchmal werden die Signale von uns falsch interpretiert/nicht erkannt und der Hund dafür gestraft, dadurch wagen es manche nicht mehr, dieses Signal einzusetzen. Oft verlieren sie ihre Sprache auch durch fortgesetztes Mobbing oder durch Attacken schlecht sozialisierter Hunde, die trotz aller CS angegriffen haben.

Die Körpersprache setzt sich aus vielen kleinen Gesten zusammen, aber auch die Körperhaltung ist für den Gesamteindruck mitverantwortlich.

Körperhaltung

NEUTRALNeutralDROHENDDrohend ÄNGSTLICHÄngstlich

Neutral: Hund steht im Rechteck, Schwerpunkt in der Mitte, Muskulatur locker
Drohend: Alles am Hund ist nach vorne gerichtet (Blick, Ohren, Körpergewicht, Schweif), Muskulatur ist angespannt
Ängstlich: Alles am Hund geht nach hinten/unten (Blick, Ohren, Körpergewicht, Schweif, eventuell auch runder Rücken)

Zeigt der Hund deutlich nur eine Art der Körperhaltung, fühlt er sich in der Situation wohl und ist sich seiner Position sicher.
Mischt der Hund aber die drohende und ängstliche Körperhaltung, ist er unsicher und weiß nicht so recht, wie er reagieren soll.

Aus der Angst bleiben dem Hund 4 Möglichkeiten zu reagieren:
Angriff – „lieber beiße ich zuerst, bevor ich gebissen werde“
Flucht – „schnell weg hier, es wird gefährlich“
Erstarren – „wenn ich mich nicht bewege, passiert mir auch nichts“
Spiel –„haha, wir haben doch keinen Ärger, ist ja alles nur ein Spiel“

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