Clickertraining ist systematische Tiererziehung
und Ausbildung. Es basiert auf der sogenannten operanten Konditionierung und wurde wesentlich von
Karen
Pryor beeinflusst, die mit Clickertraining
u.a. Delphine trainiert hat.
Wesentliches Merkmal des Clickertrainings
ist, das Tier wird in seinem Verhalten nicht manuell beeinflusst, nicht
berührt oder korrigiert. Es kann jedes Verhalten zeigen, wird aber
nur für ein bestimmtes Verhalten vom Trainer bestärkt.
Diese
Bestärkung besteht aus dem Click und der folgenden Belohnung.
Hierbei erhält der Click eine ganz bestimmte Bedeutung: Das, was
das Tier gerade in dem Moment gemacht hat, war richtig.
Der Click ist kein Kommando
- er ist immer das Versprechen einer Belohnung.
So lernen Tiere am Erfolg. Verhalten, das nicht zum Erfolg führt, fällt
weg.
Ein Bestärker bewirkt, dass ein bestimmtes Verhalten öfter gezeigt
wird.
Wir unterscheiden:
- primäre Bestärker - Sie dienen zur Befriedigung
der Grundbedürfnisse (Trinken, Essen, Schlafen, Sicherheit in Gemeinschaft,
Sozialkontakt).
Am wirksamsten davon ist jeweils der Bestärker, den das Tier in dem
Moment am meisten haben will.
- sekundäre Bestärker - Der Clicker ist
ein sekundärer Bestärker, er kündigt eine nachfolgende
Belohnung (z.B. mit Futter, Spiel,...) an. Die Bedeutung des Clickers
als Bestärker wird durch anfangs unmittelbare zeitliche Verknüpfung
mit einem primären Bestärker erreicht.
Vorteile bei der Verwendung des Clickers sind
- das Timing ist optimal - der Click kommt schneller als jedes Wort
- das Click-Geräusch ist unverwechselbar; es wird
im Gehirn direkt verarbeitet
- nach dem Click ist Zeit, die Belohnung hervorzuholen (gut bei Distanzen!)
- ein Helfer kann clicken und man hat die Hände frei
- das Click-Geräusch ist stimmungsunabhängig immer gleich
Clickertraining ist ein Gespräch ohne Worte - man wartet die Handlung
des Tieres ab und kommentiert mit Click & Belohnung oder mit Abwarten.
Clickertraining
kommt ohne jede Strafe aus.
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